Body-language and nonverbal communication

Herbert Rosendorfer – Letters back to ancient China

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herbert Rosendorfer – Letters back to ancient China
“The novel Letters back to ancient China (1983) was a bestseller in Germany and translated into many languages. The Chinese mandarin Kao-Tai is transported in a time machine from the Middle Kingdom of around 1000 AD to the Bavarian capital Munich today. He is not quick to recover from the shocks of a historical and cultural trip. In letters to his friend in ancient China he describes the bizarreness of modern life with the bignoses in Min-chen………
 
Here you will find about him and his book in German:

Briefe in die chinesische Vergangenheit ist ein Briefroman von Herbert Rosendorfer, der im Jahre 1983 erschien und bald zum Bestseller wurde.

 

Konfuzius

Mit Hilfe eines „Zeitreisekompasses“ (einer Art Zeitmaschine) versetzt sich der Protagonist des Romans, ein chinesischer Mandarin namens Kao-tai aus dem 10. Jahrhundert, in die Gegenwart und überbrückt damit tausend Jahre, um das moderne China kennenzulernen. Da er jedoch, aufgrund seines statischen geozentrischen Weltbildes, die Erddrehung nicht berücksichtigt hat, landet er viel weiter westlich: im Land Ba Yan (Bayern), genauer gesagt, in dessen Metropole Min-chen (München). Er versucht sich dort einzugewöhnen und beginnt (mit Hilfe eines Geschichtsprofessors, mit dem er sich anfreundet und der ihn bei sich unterbringt) die deutsche Sprache zu erlernen. Wie er bald merkt, sind jedoch die Unterschiede zwischen Damals und Heute nicht leicht zu überbrücken. Besonders den Schmutz und Lärm der neuen Zeit, aber auch die Gleichberechtigung der Frau und die Hektik des täglichen Lebens empfindet er als abschreckenden Kulturschock. So stürzt er unfreiwillig von einem Abenteuer ins nächste.

“Der große Meister We-to-feng”
(Ludwig van Beethoven)

In insgesamt 37 Briefen berichtet er während seines achtmonatigen Aufenthalts (so lange muss er in München bleiben, da sein Zeitkompass auf genau diese Frist bis zur Rückreise programmiert ist) seinem besten Freund Dji-Gu im Reich der Mitte seine Erlebnisse mit den „Großnasen“, schildert seine Erfahrungen mit deren technischen Errungenschaften einerseits und deren unkultivierten Sitten andererseits.
Dabei bemüht er sich auf – für den modernen Leser – oft amüsant umständliche Art all die Dinge und Vorgänge zu beschreiben, die ihm anfangs unverständlich erscheinen müssen; zum Beispiel das Automobil, das er zunächst aufgrund seiner für ihn erschreckenden Erscheinung als „Dämon ‚Zehn Wildschweine‘“ bezeichnet, oder das elektrische Licht, das WC, das Geld, eine Sauna, die Münchner Oper und Pinakothek, eine Striptease-Bar und das Oktoberfest. Weniges wird von Kao-tai wirklich bewundert, vieles kritisiert, manches mit Abscheu geschildert. Sein fast uneingeschränkt positives Echo erfährt vor allem die klassische Musik Mozarts und Beethovens. Auch der prickelnde Schaumwein und die freizügige Liebe der zweifach geschiedenen Lehrerin Pao-leng (Agatha Pauli) versöhnen ihn mit der schrecklichen Zukunft, obwohl Letztere seiner geliebten Shiao-shiao (bei der es sich zunächst um eine Kurtisane zu handeln scheint, die sich jedoch im Laufe des Romans als Katze entpuppt) daheim keineswegs das Wasser reichen kann. Ansonsten sieht er die Welt mit den Augen des von ihm verehrten Philosophen Konfuzius, der auch für die Phänomene der Neuzeit (Ökonomie, Politik, Umweltschutz, Bildung) und zu Fragen der Ethik und Literatur die passenden Antworten bereithält.

Als Vorlage für seine Charaktere dienten dem Verfasser zum Teil eigene Freunde und Bekannte. Insbesondere im Brief über den Besuch eines Gerichtsgebäudes treten mehrere real existierende Juristen mit wiedererkennbaren, chinesisch verfremdeten Namen auf.

Foto: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/aktuell/488162_Ein-Meister-der-Vielfalt-und-des-Spielerischen.html

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